Kadzidroga, Kadzidroga Fragen, Praxis Kadzidroga
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Praxis Dr. Kadzidroga
Praxis Dr. Kadzidroga

Venentipps

Regelmäßige Bewegung, “Sport treiben”

zählt zu den wichtigen Vorgehensweisen. Unsere Beine sind von der Natur eher zur Fortbewegung als zum Stehen geschaffen worden. Im Allgemeinen sind alle dynamischen Sportarten gut, bei denen die Bewegung überwiegt. Letztendlich entscheidet das eigene Wohlbefinden darüber, ob etwas gut für jemanden ist. Man sollte Übungen weglassen, die einem Schmerzen oder auch nur Unbehagen bereiten. Und man sollte daran denken, die Übung/Belastungen immer langsam zu steigern.
 

Wechselbäder und Kneipp'sche Güsse

sind ein gutes Gefäßtraining. Erfolge sind allerdings von der Regelmäßigkeit stark abhängig. Aber auch hier gilt: Sollten man Schmerzen oder Unwohlsein dabei empfinden, so sollte man auf dieses Warnsignal seines Körpers hören und darauf lieber verzichten oder sich zumindest erst langsam herantastend an diese Art des Gefäßtrainings gewöhnen.
 

Nach dem Duschen

sollte man seine Beine immer kurz kalt abbrausen. Dadurch ziehen sich die Gefäße wieder zusammen und die Beine werden leichter.
 

Alles, was das Bindegewebe an den Beinen verletzt (traumatisiert) ist nicht gut!

Schon durch leichte Verletzungen eines schwachen Bindegewebes, durch leichte Prellungen oder auch nur durch kräftiges Reiben mit einem Massagehandschuh bleiben bei Personen mit Bindegewebsschwäche nicht selten unschöne Besenreiser-“Varizen” (Krampfadern) zurück, die aus diesen Bagatellverletzungen heraus neu entstanden sind.

Auch durch

  • starke Bürstenmassagen,
  • zufälliges Stoßen an Ecken und Kanten,
  • den Unterwasserdruckstrahl im Schwimm- oder Thermalbad,
  •  die meisten Cellulitis-Massagegeräte und Roller,
  • reibende Stiefel oder Schuhe
  • und vieles andere mehr

können Besenreiser oder im Fußbereich sogar echte Krampfadern entstehen.

Man sollte seine Gewohnheiten in Freizeit und Beruf überprüfen, und versuchen, solche oder ähnliche Belastungen zu vermeiden, die das Bindegewebe unnötig strapazieren.

 

Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung
Eine Ernährung mit nicht zu vielen schnellen Kohlenhydraten wie Zucker, stärkehaltige Produkte, Fetten und Alkohol, und viel Salaten und Gemüse mit einer ausreichenden Trinkmenge führt zu einer Entsäuerung des Körpers und damit auch zu einer Abschwächung mancher Beschwerden, die auch das Venensystem betreffen. Natürlich ist das Übergewicht auch ein Feind der Gefäße und der Durchblutung und wird durch eine, wie oben beschriebenen Ernährung auch vermieden.

 

Die Einflüsse auf den gesamten Organismus durch eine gesunde, balaststoffreiche und kohlenhydratarme Ernährung können nicht überbewertet werden und würden uns Ärzte oder zumindest die Pharmaindustrie arbeitslos machen.

 

Weibliche künstliche Sexualhormone

(z. B. die Pille) sind leider schlecht für die venösen Gefäße, und man sollte ihren Nutzen mit den durch sie entstehenden Nachteilen gründlich abwägen. Im allgemeinen wären gerade bei Venenpatienten empfängnisverhütende Maßnahmen wie eine Kupfer- oder auch Goldspirale den Hormonpräparaten vorzuziehen.
 

Sitzen, Stehen, Liegen, Laufen?

Der einfache Merksatz lautet: Liegen oder Laufen ist gut, Sitzen oder Stehen ist schlecht!

 

Man sollte seine Beine, so oft es geht hochlegen (auf einen Hocker, Stuhl o. ä.), um die Venen von dem Druck des aufgestauten Blutes zu entlasten.

Bei längerem Sitzen sollte man öfters kurze Pausen einlegen und umhergehen (auch bei längeren Bus-, Flugreisen oder Autofahrten), um über den Mechanismus der Muskelpumpe die gestauten Venen zu entlasten.

 

Man sollte bei längerem Sitzen darauf achten, daß die Beine in den Knien und im Beckenbereich nicht zu stark angewinkelt sind. Dies kann den Blutrückstrom aus den Ober- und Unterschenkeln behindern und dadurch zu schädlichen Druckbelastungen und im schlimmsten Fall sogar zu Thrombosen führen.

 

Wenn man bei längerem Sitzen nicht die Möglichkeit hat, aufzustehen und umhergehen zu können (längere Sitzung o. ä.), sollte man einfach ab und zu entstauende Übungen durchführen, wie z. B. die Füße 10 mal im Sprunggelenk nach oben, dann wieder nach unten zu beugen. Man sollte dabei die Beine ausstrecken. Dies wiederholt man ein paar mal pro Stunde. Dadurch werden Ihre Venen über die Muskelpumpe entlastet, und der schädliche Druck und der Blutstau werden abgebaut.
 

Darf man in die Sauna, das Thermalbad oder in ein warmes Vollbad?

Diese Frage muss man sich selber beantworten. Ein generelles Verbot für Krampfaderpatienten, wie es oft ausgesprochen wird, gibt es nicht!

Wenn man die Wärmebelastung vom Kreislauf her gut verträgt, dann sollte man einfach ausprobieren, wie man, oder besser gesagt die Beine, auf Wärme oder Hitze reagieren.

 

Sollten die Beine stark anschwellen oder schmerzen, so sollte man auf die Sauna/Thermalbad/warmes Vollbad einfach verzichten. Ansonsten bestehen, selbst wenn man ausgeprägte Krampfadern hat, keine Bedenken dagegen.

 

Man sollte daran denken, am Ende der Temperaturbelastung zumindest die Beine immer kurz kalt abzubrausen. Durch den Kältereiz ziehen sich die Gefäße zusammen und die Beine werden “leichter”, da die Beine entstaut werden.
 

Darf man mit Krampfadern Sonnenbaden?

Diese Frage muss wie die vorherige Frage beantwortet werden: Man sollte in sich hineinhören und sich auf das eigene Körpergefühl verlassen. Man sollte es einfach vorsichtig ausprobieren. Sonne, in Maßen genossen, wird in den meisten Fällen keine gesundheitlichen Probleme verursachen, sondern sogar eher noch zum eigenen Wohlbefinden beitragen. Und wenn man sich doch unwohl dabei fühlt oder Probleme auftreten (Kreislaufprobleme, Beklemmung, Anschwellen der Beine, Schmerzen, Rötung der Haut u. ä.), dann verzichtet man in Zukunft einfach darauf, oder passt die Dosis an, d. h. man versucht es erstmal nur kurz und schaut, ob es dann nicht sogar positiv für einen ist.
 

Allgemeine Hinweise zum Sonnenbaden

Das Sonnen in Maßen (nicht das “Braten” in der Sonne) ist eher gesundheitsförderlich, wenn es nicht übertrieben wird. Der Haut zuliebe sollte man aber nicht in der prallen Sonne, sondern eher im Schatten liegen. Dort bekommt der Körper durch Reflektion immer noch genügend Licht und Bräunung ab, und die Gefahr des Sonnenbrandes ist um ein Vielfaches geringer.

 

Man sollte sich nach den Empfehlungen der Hautärzte richten und daran denken, dass im Sommer die Strahlungsintensität der Sonne am stärksten ist (d. h. für unsere Breiten bei einem normalen Hauttyp: täglich maximal 20 Minuten direkte Sonne x Hautschutzfaktor (SF) der verwendeten Sonnencreme (bei SF 3 also höchstens 3 mal 20 Minuten). Sonnenempfindliche Hauttypen sollten vorsichtiger vorgehen!).

 

Also: Nie übertreiben und sich stets an dem persönlichen Wohlbefinden orientieren. Wenn man sich bei einer Sache/Übung nicht wohl fühlt, dann tut einem diese Sache/Übung wahrscheinlich auch nicht gut!
 

Was macht man in der Schwangerschaft bei schweren Beinen?

Ab dem 5./6./7. Monat, spätestens jedoch, wenn die Beine sich schwer anfühlen oder sogar sichtbar anschwellen, sollte man sich eine Kompressionsstrumpfhose von seinem Haus- oder Frauenarzt verschreiben lassen.

 

Das Kind im Bauch stört durch den Druck auf die venösen Hauptgefäße den Blutrückfluß und staut dadurch das Blut in den Beinen. Durch den Gegendruck der Stützstrumpfhose kann eine Druckschädigung der Venen weitgehend vermieden werden, die sich oft erst Jahre später in ihrem gesamten Ausmaß zeigt.

 

Man sollte so oft es geht die Beine hoch legen und regelmäßig spazieren gehen.

Wenn einem sein Arzt nicht von sich aus Stützstrumpfhosen verschreibt, sollte man ihn bitte daran erinnern. Man sollte auf die Verschreibung bestehen (am besten Stützstrumpfhose mit Bauch nach Maß), auch wenn der Arzt meint es wäre unnötig. Man hat ein Recht auf diese Leistung und ist bestimmt später einmal dankbar, diesem Rat gefolgt zu sein.

 

Tipp: Die Anpassung der Strumpfhose sollte immer morgens bei abgeschwollenen Beinen stattfinden, da sonst die Maße verfälscht sein können.
 

Wenn man diese Tipps beherzigt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man die Hilfe eines Venenspezialisten in Anspruch nehmen muss.
 

 

 

 

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Dies gilt natürlich nicht für dringende medizinische Notfälle!

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